Reisebranche übt Kritik an geplanter Ölerschließung im Tourismus-Hotspot Ibiza!

Die internationalen Arten- und Umweltschutzorganisationen OceanCare und NRDC, sowie Alianza Mar Blava, eine Koalition aus Vertretern gemeinnütziger Organisationen und der Privatwirtschaft der Balearen, begrüßen die heute veröffentlichte Kritik der Reisebranche an Plänen, in den Gewässern der Balearen nach Öl- und Gasvorkommen zu suchen. In einer Stellungnahme von heute Früh zeigen sich sowohl der Schweizer als auch der Österreichische Reiseverband, die zusammen mehr als 1200 Reisebüros und -veranstalter vertreten, besorgt über das Vorhaben des britischen Ölkonzerns Cairn Energy. Man betrachtet dieses als ein zu hohes Risiko und als unvereinbar mit den langfristigen Interessen und der Imagepflege des mediterranen Tourismus-Hotspots No.1.

„Es ist ein starkes und gleichzeitig notwendiges Signal jenes Wirtschaftszweiges, der für die Balearen die größte Bedeutung hat. Die Ablehnung der Pläne der Ölindustrie ist dermaßen überwältigend, dass man sich fragt, warum die vom Volk gewählten Entscheidungsträger nicht längst dem Projekt die vom Volk gewünschte Absage erteilt haben“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. In den vergangenen Tagen wurde bekanntgegeben, dass mehr als 125.000 Personen, davon 117.000 sesshaft auf den Balearen, offiziell Einspruch gegen das Projekt erhoben haben. Dies ist ein Zehntel der gesamten Bevölkerung der beliebten Ferieninseln Formentera, Ibiza, Mallorca und Menorca.
Schon die Suche nach Öl- und Gasvorkommen setzt das Leben im Meer um die Balearen einer großen Gefahr aus. Die verwendeten unvorstellbar lauten Schallkanonen können Wale, Delfine und andere Meerestiere, darunter auch kommerziell genutzte Fische, vertreiben, verletzen oder direkt töten. Vor wenigen Wochen wurde öffentlich, dass bereits im vergangenen Jahr nicht genehmigte seismische Aktivitäten stattgefunden haben. „Wissenschaftler wurden auf Grund des untypischen Verhaltens von Pottwalen in der Region auf die Schallexplosionen aufmerksam. Behörden und Ölindustrie hüllen sich jedoch in Schweigen“, kritisiert Nicolas Entrup, Konsulent für OceanCare und NRDC.
Bohrungen, vor allem in der Tiefsee, stellen ein weiteres Risiko dar, das im Falle eines Unfalls irreparable Schäden für Ökologie und Ökonomie der Inselregion verursacht. „Auch die Ölindustrie und die spanische Regierung müssen Grenzen akzeptieren und davon Abstand nehmen, in ökologisch und ökonomisch besonders wertvollen Gebieten wie dem westlichen Mittelmeer nach Öl und Gas zu suchen“, fordert Carlos Bravo, Koordinator in der lokalen Koalition Alianza Mar Blava.
Die Umweltschützer erwarten demnächst die Veröffentlichung des Bescheids zur Umweltverträglichkeitsprüfung des Projektes. Die spanische Regierung lässt sich damit jedoch Zeit. Im Frühjahr 2015 finden auf den Balearen die Wahlen zur Regionalregierung statt, im Herbst folgen nationale Wahlen in Spanien. Der Zwist um die geplante Ölerschließung wird sukzessive zu einem Kernthema. Nicht zuletzt wird die Entscheidung auch ein Signal über die Ausrichtung der künftigen spanischen Energiepolitik sein.
Rückfragehinweis:

OceanCare ist Initiantin der Kampagne “Silent Oceans” und setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit Juli 2011 ist OceanCare von den Vereinten Nationen als Sonderberaterin für den Meeresschutz anerkannt, sowie seit einigen Jahren offizieller Partner von ACCOBAMS. www.oceancare.org
NRDC ist eine im Jahr 1970 in den USA gegründete Nicht-Regierungsorganisation, die insbesondere von Anwälten, Wissenschaftlern und Umweltexperten geführt wird und sich dem Ziel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt widmet. Aktuell hat NRDC ca. 1,3 Millionen aktive Unterstützer, inkl. Online-Aktivisten. Energiewirtschaft, Schutz von Wildtieren, Erhaltung der Ozeane zählen zu den Kernkompetenzen von NRDC. www.nrdc.org
Die Alianza Mar Blava ist eine sektorübergreifende Allianz mit mehr als 75 Mitgliedern, die das gesamte Spektrum der Akteure von Ibiza und Formentera abdecken. Dazu zählen öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftssektoren wie Fischerei, Tourismus und Schifffahrt, sowie soziale Organisationen wie Umweltschützer und Gewerkschaften. Diese vielfältige Struktur verleiht Alianza Mar Blava ein besonders hohes Maß an Repräsentativität und verdeutlicht den großen Widerstand, den die Ölprojekte ausgelöst haben. www.alianzamarblava.org

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